Reiseversicherungen: Rundum sicher in den Urlaub

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Im Urlaub achten viele kaum aufs Geld. Kosten, die jeden Rahmen sprengen, können jedoch den schönsten Urlaub verhageln. Oft lässt sich mit Reiseversicherungen gut vorsorgen.

Text: Malte Säger

Ob gebrochenes Bein oder stationäre Behandlung im Krankenhaus: Die medizinische Versorgung im Ausland kann schnell teuer werden. „Die deutschen Krankenkassen erstatten zwar die Kosten für Arztbesuche in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat“, erklärt Sabine Sandl, Reiseversicherungsexpertin beim Konzern Versicherungskammer. „Doch oft ist das nur ein Bruchteil der Kosten, die im Ausland entstanden sind.“

Eine Auslandsreisekrankenversicherung, am besten als Jahrespolice, gehört daher auf jeden Fall ins Gepäck. Sie kostet nur ein paar Euro pro Jahr und übernimmt die Kosten für alle am Urlaubsort medizinisch notwendigen Behandlungen. Außerdem zahlt sie den medizinisch sinnvollen Rücktransport in die Heimat, etwa in einem Ambulanzflugzeug – eine Leistung, für die die deutschen Krankenkassen nicht aufkommen. Kunden steht rund um die Uhr ein Notrufservice zur Verfügung.

Ärger mit dem Auto

Urlaub mit dem eigenen Auto: Das bedeutet Freiheit und Flexibilität. Und mit etwas Pech: Ärger. Egal, ob Panne, Unfall, Diebstahl des Fahrzeugs oder seiner Teile im Ausland: Zu den sinnvollsten Absicherungen gehört ein Kfz-Schutzbrief, der dafür sorgt, dass Urlauber mobil bleiben. Die wichtigsten Leistungen des Schutzbriefs:

  • Service bei Kfz-Ausfall, Vermittlung von Pannenhilfe, Abschlepp- und Bergungsdiensten
  • Hilfe bei Unfall und Krankheit, etwa Organisieren und Überwachen des Krankenrücktransports
  • Vermitteln von Hotels und Ersatzfahrzeugen
  • Dokumentenservice: Hilfe bei der Beschaffung von Ersatzreisedokumenten.

Ebenfalls sinnvoll ist es, Unterlagen wie Führerschein, Fahrzeugpapiere und die Internationale Versicherungskarte (IVK) für den Kraftverkehr dabeizuhaben. Mit der IVK weist man die Haftpflichtversicherung fürs Fahrzeug nach. In den meisten Nachbarländern reicht für den Nachweis ein gültiges Autokennzeichen. Aber es gibt Länder, in denen man die IVK verpflichtend dabei haben muss, etwa die Türkei.

Auch bei Fahrten nach Großbritannien wird seit dem Brexit die Mitnahme der IVK empfohlen. Und obwohl in Italien auch das Kennzeichen als Nachweis gilt, verlangt die italienische Polizei bei Verkehrskontrollen oder Unfällen häufig dennoch die IVK. Ebenfalls nützlich: Der Europäische Unfallbericht erleichtert das Protokollieren eines Unfalls und hilft per mehrsprachiger Ausfüllanleitung, Barrieren zu überwinden. Den Durchschreibesatz gibt es kostenlos von der Autoversicherung.

Einbruch im Hotelzimmer

Frisch vom Frühstücksbuffet zurück, steht man plötzlich vor der aufgebrochenen Tür des Hotelzimmers – die Kamera, Sonnenbrillen und das Portemonnaie sind weg. Glück im Unglück: Gegenstände, die in der heimischen Wohnung versichert wären, sind auch dann versichert, wenn sie sich vorübergehend außerhalb der Wohnung befinden, aber innerhalb eines Gebäudes aufbewahrt werden.

Dank der sogenannten Außenversicherung gilt der Schutz der Hausratversicherung zeitlich begrenzt auch im Urlaub, und das weltweit. „Je nach abgeschlossener Police können sich allerdings die Höchstsummen und Zeiträume unterscheiden“, warnt Experte Jens Wußmann vom Verband öffentlicher Versicherer. „Hier lohnt sich die Rücksprache mit dem Berater.“

Apropos Wohnung. Es ist vielleicht die Horrorvorstellung schlechthin: Man verreist – und daheim läuft die Badewanne über. Tipp: Am besten vor der Abreise eine Checkliste durchgehen. Sind alle Elektrogeräte aus? Habe ich abgeschlossen? Ist das Wasser abgedreht? Und wer jemanden hat, der hin und wieder daheim nach dem Rechten sehen kann, kann den Urlaub entspannt genießen. „Sollte dennoch ein Schaden daheim entstehen, übernehmen manche Policen sogar die Mehrkosten für Ihre Rückreise – allerdings nur, wenn es sich um einen erheblichen Versicherungsfall handelt, der eine vorzeitige Unterbrechung des Urlaubs erforderlich macht“, so Wußmann. „Auch hier ist ein Blick in die Bedingungen oder eine Rückfrage bei der Versicherung sinnvoll.“

Urlaub, den man nicht antritt

Die Reise ist gebucht und bezahlt – und dann das: Durch äußere Umstände muss der Urlaub kurzfristig gecancelt werden. Dieses Risiko lässt sich mit einer Reiserücktrittskostenversicherung absichern. Für den Reiserücktritt muss allerdings ein versicherter Grund vorliegen, etwa eine Unfallverletzung oder eine unerwartete schwere Erkrankung.

Erhebliche Schäden am Eigentum, zum Beispiel durch Feuer, Hochwasser oder Sturm, die die Anwesenheit daheim erfordern, sind in der Regel ebenfalls versichert. Weitere Gründe können etwa der Tod eines nahen Verwandten, Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeiten sein.

 

Mit Mein Lübecker abgesichert

Das Vorteilskonto der Sparkasse zu Lübeck bietet jede Menge Zusatzleistungen für den Urlaub im In- und Ausland.

So können Sie etwa die 24-Stunden-Hotline des Mein Lübecker-Service-Centers anrufen: 0451 147-777. Egal, ob es darum geht, Zahlungskarten zu sperren, einen Schlüsseldienst zu beauftragen oder nach einem Rohrbruch Handwerker zu organisieren – die Hotline hilft. Und falls auf Reisen Geld gestohlen wird, erhalten Kunden im Rahmen der Kontomodelle Mein Lübecker Premium und Mein Lübecker Comfort mit dem Notgeld-Service* kurzfristig und unbürokratisch Bargeld in der Landeswährung. Die maximal auszahlbare Summe beträgt 1500 Euro. Die Auszahlung erfolgt meist binnen 24 Stunden, abhängig vom Bestimmungsort. Unter meinluebecker.de finden Sie weitere hilfreiche Serviceleistungen.

* Der Notgeld-Service ist eine versicherte Leistung gemäß den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Notgeld-Versicherung der Deutschen Assistance Versicherung AG, Düsseldorf, HRB 64583. Den vollständigen Leistungsumfang entnehmen Sie bitte den AVB.

Fotos und Illustration: AdobeStock